Schema der Gesichtsfeldausfälle bei Trigeminusläsion

Schema der Gesichtsfeldausfälle bei Trigeminusläsion
10 Wertungen (4.1 ø)

Sensible Ausfallerscheinungen bei Trigeminusläsion. Rechts im Bild zentrale Läsion (rot) entlang der Sölder-Linien, links periphere Läsion (blau), entsprechend V1, V2 und V3

Der Nervus trigeminus ist der fünfte Hirnnerv und führt allgemein-somatosensible und speziell-viszeromotorische Fasern.

Der Nervus trigeminus entspringt vom Lateralrand der Brücke und zieht zur Felsenbeinpyramide, an der er die Dura mater durchbricht. In einer Duratasche schwillt er zum Ganglion trigeminale (Ganglion Gasseri) an und teilt sich danach in seine drei Endäste, den Nervus ophthalmicus, den Nervus maxillaris und den Nervus mandibularis, auf.

Nervus ophthalmicus (V1)
Zum Versorgungsgebiet des Nervus ophthalmicus gehört die gesamte Orbita, sowie die Haut der Stirn und der Nase. Außerdem wird ein Teil der Nasennebenhöhlen sowie die Schleimhaut der Nasenscheidewand von ihm versorgt. Einer seiner Äste, der Nervus lacrimalis, führt über Fasern aus dem Nervus facialis allgemein-viszeromotorische Fasern für die parasympathische Versorgung der Tränendrüse.

Nervus maxillaris (V2)
Der Nervus maxillaris innerviert fast die gesamte Schleimhaut der Nasenhöhle, den Gaumen, den Oberkiefer mit Zahnfleisch und Zähnen sowie die Haut zwischen Unterlid und Oberlippe und einen Teil des Schläfenbereichs.

Nervus mandibularis (V3)
Die Haut über dem Kinn bis hin zur Schläfe wird vom Nervus mandibularis sensibel versorgt. Hinzu kommt die sensible Versorgung der vorderen zwei Drittel der Zunge, des Unterkiefers mit Zähnen und Zahnfleisch sowie die motorische Versorgung der gesamten Kaumuskulatur. Zudem führen seine Endäste Fasern aus dem Nervus facialis für die allgemein-viszeromotorische Versorgung von Ohrspeichel-, Submandibular- und Sublingualdrüse.

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Author: Xanthus
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 - Hochgeladen am 09.08.2010
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#4 am 25.11.2014 von Gast (Gast)
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Gemeint war glaube ich die rechte Seite vom Patienten aus, also die blauen Felder. Von daher ist das hier tatsächlich falsch, das die Versorgung durch Äste von V1 weiter nach kaudal reicht als hier abgebildet.
#3 am 25.11.2014 von Gast (Gast)
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Gast
Das hat mit dem N.nasociliaris gar nicht zu tun! Die Markierung der rechten Gesichtsseite entspricht der somatotropischen Gliederung vom Ncl. spinalis n. trigemini => zentrale Läsion! keine periphere!!!!
#2 am 08.10.2014 von Gast
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Gast
Bitte ändern! Der Cornealreflex wird durch den N. nasociliaris aus V1 ausgelöst, die farbige Markierung in der rechten Gesichtshälfte ist also falsch!
#1 am 30.01.2014 von Gast
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