Bypass-OP mit totaler arterieller Revaskularisation (Abb. 2a)

Bypass-OP mit totaler arterieller Revaskularisation (Abb. 2a)
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vgl. Bildserie: Abb. a | Abb. b | Abb. c | Abb. d | Abb. e

Koronarchirurgie - Arterielle RevaskularisationIm Rahmen der Koronarchirurgie werden Einengungen der Herzkranzgefäße durch Bypässe überbrückt. Traditionell wurden hierzu Venen aus dem Unter- bzw. Oberschenkel des Patienten entnommen. Venen weisen jedoch eine Frühverschlussrate von 10 bis 15 % auf. Nach 10 Jahren sind ca. 70 % dieses Bypassmaterials verschlossen. Daher ist es das Ziel unserer Klinik, arterielle Bypassgrafts zu verwenden. Hier liegt die Verschlussrate, z. B. bei der Brustwandarterie, nach 10 Jahren nur bei ca. 5 %.Wir streben in unserer Klinik das Konzept der kompletten arteriellen Revaskularisation an unter Verwendung beider Brustwandarterien bzw. der Arteria radialis. Weitere Ersatzgefäße wie Arteria gastroepiploica etc. werden nur selten eingesetzt.

Mit den beiden Brustwandarterien kann man durch Anlage eines sogenannten T-Graft (die rechte Brustwandarterie wird "Ende zu Seite" in die linke Arterie genäht und versorgt dann die rechte Kranzarterie sowie die Seitengefäße des Herzens, während die linke Brustwandarterie die Brustwand versorgt) das ganze Herz mit Bypässen versorgen.

Quelle: Prof. Dr. med. J. Ennker

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 - Hochgeladen am 25.06.2010
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