Rheumatisches Fieber und rheumatische Herzerkrankung (Schema, Pathophysiologie)

Rheumatisches Fieber und rheumatische Herzerkrankung (Schema, Pathophysiologie)
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Das rheumatische Fieber ist eine reaktive Erkrankung nach einer Infektion mit Streptokokken der Gruppe A. Eine bis drei Wochen nach einer Infektion kommt es zur abakteriellen Entzündung verschiedener Organsysteme.

Pathogenese

Bestandteile der Streptokokkenmembran wirken als Antigen und stimulieren die Produktion von Antikörpern. Die Antigene der Streptokokken ähneln in ihrer Struktur jedoch körpereigenen Proteinen. Daher reagieren die gebildeten Antikörper auch auf körpereigene Strukturen und rufen eine Entzündung hervor.

Abzugrenzen ist eine postinfektiöse Glomerulonephritis, die auch nach einem Streptokokkeninfekt auftreten kann, jedoch durch Ablagerung von Immunkomplexen an der Basalmembran des Glomerulums gekennzeichnet ist.

Symptomatik

Das Herz ist im Sinne einer Karditis betroffen. Je nach Überwiegen der Entzündung an Endokard oder Myokard stehen klinisch verschiedene Symptome im Vordergrund.

Typisch bei einer Beteiligung des Endokards ist die verruköse Endokarditis mit Antigen-Antikörper-Komplexen an den Rändern der Herzklappensegel- und taschen. Das rheumatische Fieber ist ein häufiger Grund für erworbene Herzklappenfehler.

Bei vorwiegender Beteiligung des Myokards stehen Arrhythmien im Vordergrund. Es kommt zu mikroskopischen Nekrosen von Myokardanteilen und zur Ausbildung von Knoten.

Illustration: Oxynthes

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 - Hochgeladen am 05.06.2012
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