Virus-Molekül mit und ohne Neuraminidase

 Virus-Molekül mit und ohne Neuraminidase
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Die Neuraminidase (rot) ist ein Enzym des Influenzavirus, das maßgeblich für die Pathogenität des Virus ist. Für das Influenzavirus sind neun verschiedene Neuraminidasen beschrieben. Sie werden bei der Bezeichnung des Virus-Subtypen mit dem Buchstaben N abgekürzt. Influenza-A-(H5N1) enthält also dementsprechend Subtyp 1 der Neuraminidase. Die Neuraminidase spaltet Sialinsäurereste von Proteinen ab. Dadurch unterstützt die Neuraminidase sowohl die Infektion, als auch die Ausschleusung von Viren aus bereits infizierten Zellen. Die Neuraminidase befindet sich dabei auf der äußeren Hülle des Influenzavirus. Bei Infektion eines Organismus werden durch die Neuraminidase Glykoproteine auf der Oberfläche der Wirtszellen und Viren gespalten. Zum einen wird dadurch die Abwehrlage des infizierten Organismus beeinträchtigt (respiratorisches Epithel), zum anderen wird eine Adhäsion von Viren untereinander limitiert. Das Grippemittel Tamiflu verhindert in seiner Funktion als Neuraminidase-Hemmer eben diese Prozesse.

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 - Hochgeladen am 24.12.2010
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