Durch Schmetterlinsgmücken (Phlebotomidae) bzw. Sandfliegen von Hund, Nagern oder Fuchs übertragene Leishmanien (Protozoen) verursachen beim Menschen je nach Immunstatus und Art der Leishmanien eine viszerale, kutane oder mukokutane Erkrankung. Betroffen sind auch retikuloendotheliale Systeme der Leber, Milz, Lymphknoten und Knochenmark. Die Haut zeigt Knotenbildung und die Schleimhaut der Nase ist von einer chronischen Rhinitis betroffen. Die Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate.
Es gibt ca. 15 humanpathogene Arten, die morphologisch nicht zu unterscheiden sind, sich jedoch nach ihrer DNA differenzieren lassen. Beim Menschen werden die begeisselten Leishmanien (Promastigote) durch den Stich einer weiblichen Schmetterlingsmücke beim Blutsaugakt in das subepidermale Gewebe der Haut übertragen. Promastigoten vermehren sich im Rüssel der Stechmücke durch Teilung. Sie weisen eine Geissel auf mit der sie sich fortbewegen können und haben eine schlanke 10-15 μm lange bewegliche Form.
Nach dem Stich durch die Stechmücke werden die Leishmanien von kutanen Langerhans'schen Riesenzellen aufgenommen und in Phagolysosomen intrazellular eingeschlossen, wo sie vor der Wirkung lysosomaler Enzyme sicher sind.
In den Phagolysosomen wandeln sich die promastigoten Formen in die Amastigoten um, die unbegeisselt sind. Diese Amastigoten werden aus den Makrophagen bzw. Langerhans'schen Riesenzellen freigesetzt und breiten sich hämatogen in andere Organe aus.