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Arachnoidalzyste - präoperative cMRT coronar T2

Bildinformationen

Titel: Arachnoidalzyste - präoperative cMRT coronar T2
Bildgrößen: 75x75   179x230   389x500  
Beschreibung: Arachnoidalzyste links temporal
präoperative cMRT coronar T2

Eine intrakranielle Arachnoidalzyste ist eine congenitale (angeborene) Anormalie mit Bildung einer Zyste in der Spinngewebshaut (Arachnoidea). Arachnoidalzysten sind gutartig und zählen nicht zu den Tumoren. Der Zysteninhalt ist Hirnwasser (Liquor), das aber häufig durch fehlende Kommunikation mit dem Liquorsystem (Subarachnoidalraum, Ventrikelsystem) nicht abfließen kann. Durch kontinuierliche Größenzunahme bei Sekretion von Liquor durch die Arachnoidalzellen kommt es zur Verdrängung oder fehlender Ausbildung (Aplasie) der angrenzenden Hirnareale. Durch raumfordernde Wirkung und erhöhten Hirndruck kann es zu Massenverschiebungen, Kompression von Hirnarealen und Gefäßen sowie Druckusuren der Kalotte kommen.
Die Symptome sind häufig unspezifisch und nicht wegweisend: Kopfschmerzen, Schwindel, Verschwommensehen. Seltener treten neurologische Defizite auf. Bei Kindern findet man aber häufiger Entwicklungsverzögerungen, insbesondere motorische und Sprachentwicklungsstörungen, sowie epileptische Anfälle.
Über 2/3 der Arachnoidalzysten finden sich in der mittleren Schädelgrube (temporal, Sella turcica), außerdem in der hinteren Schädelgrube. Bevorzugte Seite ist links und das weibliche Geschlecht ist etwa 3 Mal häufiger betroffen als das männliche. Die Symptomatik tritt meist im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter auf.
Zur Diagnostik ist ein cMRT mit Kontrastmittelgabe erforderlich. Der typische Befund ist im Bild dargestellt: glatt begrenzte, homogene, zystische Formation mit geringer bis mäßiger Raumforderung auf die umgebenden Strukturen. Es findet sich keine Kontrastmittelanreicherung der Zystenwand oder Binnenstrukturen (im Gegensatz zu Tumorzysten), das Signalverhalten kann liquorisointens bzw. liquorhyperintens sein, in Abhängigkeit vom Eiweißgehalt der Zystenflüssigkeit. Nicht selten finden sich im Zysteninneren dünne Septen und kortikale Gefäße (siehe Bild, Blick in die Zyste).

präoperative cMRT axial T1 mit KM
präoperative cMRT axial T2

basale Zisterne
Zysto-Zisterno-Stomie
Zysto-Zisterno-Stomie
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Kommentare (1)

H.Rüsch (24. September 2009 19:24)

Hallo bei meinem Sohn 6,5 Jahre alt wurde letztes Jahr an der Uni Frankfurt fast der gleiche Befund /Bild gestellt. Er hat eine Arachnoidalzyste links temporal 8x4x4cm groß.an dieser Stelle sei sein Gehirn fehlgebildet oder nicht vohanden. Da ist man sich wohl nicht so sicher. Er hat nur einen IQ von ca. 65 gilt nun als geistig behindert. Hat Probleme mit der Feinmotorik und Sprache. Im kognitiven Bereich hat er in allen Gebieten nicht so doll abgeschnitten. Er schielt auf dem linken Auge. Hätte aber mit der Zyste nichts zu tun. Meine Frage könnte man so eine Zyste operieren? Geht man lieber nicht dran. Wie oft sollte man diese kontrollieren? Beim 1. EEG vor einem Jahr in Frankfurt war die linke Seite schlechter. Beim letzten EEG dieses Jahr im Klinikum Offenbach war angeblich alles in Ordnung und Seitengleich !!!Kann das den sein? Ich bin etwas verunsichert was wird. Über Antwort würde ich mich sehr freuen. Gruß H. Rüsch  

   

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