Teratom

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Als Teratom bezeichnet man einen Tumor, der sich aus Keimzellen entwickelt und somit Komponenten aller drei Keimblätter enthalten kann. Man unterscheidet reife und unreife Teratome, reife enthalten differenziertes Gewebe, wie z.B. Haut, Haare, Zähne, Muskel- und Nervengewebe. Selten können Teratome komplexe Gebilde wie Augen, Hände, Füße oder andere Gliedmaßen und Organe enthalten. Teratome sind meist zystisch abgekapselt, wobei die Wand der Zyste epithelartig ausgekleidet ist, es gibt aber auch völlig solide Teratome oder solche, die sowohl zystische als auch solide Anteile aufweisen. Teratome der Frau, z.B. des Eierstocks, sind meist gut differenziert und benigne. Nur 3% der Teratome bei Frauen sind maligne, wohingegen beim Mann, z.B. Teratome des Hodens, die auch als Teratomkarzinome bezeichnet werden, meist undifferenziert und maligne sind. Es gibt Teratome, die aus mehreren Geweben bestehen, aber auch monodermale Teratome, wie z.B. die Dermoidzyste. Eine weitere Sonderform des Teratoms stellt das so genannte fetiforme Teratom dar. Hierbei ähnelt das Teratom einem missgebildetem Fötus, das Gewebe ist sehr gut differenziert. Strittig ist hierbei, ob beschriebene Fälle von Inklusio Fetalis ebenfalls auf fetiforme Teratome zurückgehen, oder ob hierbei tatsächlich eine Verwachsung von zwei Föten im Mutterleib stattgefunden hat.